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Servus Hans!
@ Dodge RAM: Ihr habt da den "Exoten" unter den Exoten in Eurer Datenbank. Hier in Europa fahren hauptsächlich Quadcabs (4 Türen) mit Shortbox. Ich selber hab einen Crew Cab (4 Türer lange Kabine) mit der 5'7" Box ... inkl. Anhängerkupplung und Frontbar komm ich da eben auf knapp über 6m Länge. Und selbst wenn ich die Luftfederung auf Entry/Exit Level (ganz unten) einstelle, komm ich mit den Höhenvorgaben nach Italien nicht aus.
Feldkirch, Düsseldorf - geht das??
@ Autoreisezug & Motorrad: Es war einer der Gründe, warum ich vom ARZ auf Anhänger und Pickup umgestiegen bin - weil die Destinationen nicht so angefahren werden bzw. immer mehr Ziele rausgefallen sind. Es war NICHT der Preis - um lange, fade Strecken mit dem Motorrad zu überbrücken eignet sich ein ARZ mit Schlafwagen hervorragend. Und das ist auch finanzielle ein Nullsummenspiel mit deutlichem Komfortgewinn.
Wir sind jahrelang die Strecke Wien-Malaga (=3000 km pro Richtung) mit den Motorrädern Huckepack od. bei größeren Gruppen im Anhänger gefahren - das ist (illegalerweise) in 2,5 Tagen zu schaffen - danach bist Du aber fix und fertig und hast eigtl. keine Lust mehr aufs Motorrad fahren. Zeit spielt da auch eine Rolle. Dafür kannst Du die Silvesterkorken am Felsen von Gibraltar knallen lassen und im T-Shirt Deinen Weihnachtskaffee im Freien von Sevilla schlürfen :-))
@ Autoreisezug generell: Ich denke hier im Campingforum wird er Ruf nach Camping on Board laut, weil man ja sein Schneckenhaus ohnehin dabei hat. Damit schränkt sich die potentielle Kundengruppe wieder ein. Für mich ist es insofern interessant, da ich ein Reisefahrzeug mit (fast) Campingbus-Abmessungen habe, aber dennoch den Komfort eines Liegewagenabteils haben will bzw. brauche. Da bin ich aber ein absoluter "Nischenfall".
Dafür wird es umso interessanter mit Frau, zwei Kinder und einem Renault Megane (der sollte aber schon Bahnverlastbar sein, oder ?!?!) von Wien nach Düsseldorf zu schlafen und dort dann weiter gen Hamburg zu starten ...
@ Traumdestinationen:
Andalusien - Südfrankreich (gabs mal mit Perpignan) - Toskana - Nordostdeutschland/Rügen, auch als Zubringer zu den Fährhäfen. Calais/Amsterdam/Kiel/Hamburg.
Nordspanien, Süditalien. Im Winter nach Genau zu den Fähren nach Afrika - Rallyefahrer und Wüstenbesucher, welche mit dem Motorrad die verschneiten Alpen überqueren müssen und auf die Fähre Genua-Tunis wollen, um im Februar halbwegs erträgliche Temperaturen in der Sahara vorzufinden. OK, bei dzt. polit. Lage vielleicht doch nicht so lustig.
Die Süddestinationen wären gerade auch im Winter attraktiv, da man a) dem grauen Mitteleuropa entfliehen kann und b) die Strassenverhältnisse auf dem Weg in den Urlaub egal sein können.
@ Was soll geboten werden
Liegewagen, Verpflegung an Bord, Fahrpläne welche sich an Nachtfahrten orientieren (Zeitfaktor in Form v. Urlaub sparen ist hier für viele das A & O, auch bei Geschäftsreisen !!), Sicherheit - versperrbare Abteile, wenige Zwischenstopps auf freier Strecke (ARZ werden beim Halten in südl. Gefilden ja gerne dazu benutzt, daß man aufspringt und in aller Ruhe während der Fahrt die Autos knackt),
Gerade bei den Nachtfahrten kann man den Pfennigfuchsern die Augen öffnen - siehe die Moserei wegen dem Optima Express und den Kosten. Wenn ich da mal alles zusammenrechne, Autoabnützung, Sprit, Maut, anteilige Servicekosten UND dann noch zweimal auf dem Weg nach Edirne übernachten muss, an der Grenze zw. Serbien und Ungarn mal 4 h in der Schlange stehe, dann relativiert sich das alles. Was jedoch stimmt, ist, daß Transporttarife f. Personen in der Relation wieder zu teuer sind. D.h. wenn ich allein in den Urlaub unterwegs bin, würde sich das eigene Auto nicht rentieren und ich nehm gleich den Flug und Mietwagen. Bei mehreren Personen wird das Fliegen zu teuer, da komm ich mit dem Auto besser weg und auf der Langstrecke muss dieses Verhältnis irgendwie gewahrt bleiben.
Ich persönlich bin da eher ein Freak, weil ich es vorziehe mit dem eigenen Schlitten eine lange Anreise in Kauf zu nehmen anstelle mir vor Ort eine ausgelutschte Mietwagen-Gurke mit Ölbrennermotor zu nehmen, während mein voll ausgestatteter fliegender Teppich zu Hause in der Garage steht.
Wie wär es wenn die ÖBB mal versucht Pakete mit ÖAMTC Autoreisen, Hofer Reisen od. einem anderen Anbieter von Autoreisen zu schnüren. In den letzten Jahren haben die Fährgesellschaften im Norden begonnen so Rundreisen mit dem eigenen Auto inkl. Fährpassagen und Hotelbuchung zu arrangieren. Die ÖBB hat doch auch ein eigenes Reisebüro - das wäre mal was Neues: Mit dem eigenen Auto Andalusienrundreise im Winter genießen und dem kalten Wetter ein Schnippchen schlagen. Da ist alles drinnen: Bequemlichkeit des Autos, die lange An/Abreise wird einem abgenommen, das Wetter passt, man braucht sich um Schnee und Stau nicht kümmern, der Urlaub beginnt am Bahnhof. Im Sommer dasselbe Spiel (halt ohne Eis/Schneeargument) für den Norden.
Bei den Campern wäre jetzt noch die Modalität für den Transport der Wohnwagengespanne zu klären - ich denke dort läge das größte Potential, da sich Verschleiß, Spritkosten, Maut und Fahrzeiten (Tempo 80/100) hier am stärksten Auswirken und die Bahn ihre Trümpfe ausspielen kann ... wenn da im 21. Jahrhundert, wo wir auf den Mars fliegen, aus dem Weltall Fallschirmspringen und die Tiefseebecken der Ozeane erkunden, nicht das traurige Thema "Maschinenbau" wäre, welches die technische Lösung wirtschaftlich kaum zulässt - Stichwort Wagons.
Kann es sein, daß es sich bei den Transportwagenstandards wie mit der Bauordnung f. Wiener Garagen verhält? Stammt aus der Zeit v. VW Käfer und Isetta und wurde seither nie angepasst ?? ;-))
Danke und vlg, Christian
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