Thiers ist
keltischen Ursprungs. Eine erste Siedlung am linken Durolle-Ufer wurde 532 von den Franken zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte auf dem rechten Ufer im heutigen Altstadtviertel. Von hier aus wuchs die Stadt immer weiter den Hang hinauf. Die Blütezeit der Stadt begann mit dem Einzug der
Messerschmiedekunst. Eine Legende besagt, dass auvergnatische
Kreuzritter diese Kunst aus dem
Orient nach Thiers gebracht hätten. Die ersten Messerschmiede ließen sich nachweislich im 14. Jahrhundert hier nieder; sie nutzten das starke Gefälle der Durolle für den Antrieb ihrer Schmiedehämmer. Das Gewerbe brachte der Stadt rasch Ansehen und Reichtum. Ab dem 15. Jahrhundert wurden die Schmiedeerzeugnisse vor allem nach Spanien und Norditalien exportiert. Ende des 18. Jahrhunderts lebten etwa 10.000 und damit zwei Drittel der Einwohner vom
Schmiedehandwerk. Heute sind etwa 5.000 Menschen in rund 300 handwerklichen Messerschmieden der Stadt, den
Coutelleries, beschäftigt.