Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wohnwagen und E-Auto
Babsi3752
13.05.2026, 10:55
Hallo aus Salzburg,
nach einigen Jahren der Wohnwagen-Abstinenz haben wir uns heuer wieder einen kleinen, feinen WW gekauft. Es ist ein Adria Action Modell 2026 und wir sind sehr zufrieden damit. Die erste Ausfahrt vom Händler in Liezen nach Savudrija und von dort dann noch auf den Campingplatz Murinsel ist problemlos über die Bühne gegangen. Wir ziehen unser Gefährt mit einem Tesla Y, und wir wussten natürlich genau, was dies bedeutet. Es war daher auch keine Überraschung, dass wir für die Strecken doch um einiges länger benötigten, da wir nach ca. 200 km immer wieder mal laden müssen. Aber mit Hund, der immer gerne seine Gassirunden macht war das kein wirkliches Problem.
Ich würde gerne wissen, ob es hier im Forum noch ein paar E-Auto Fahrer mit WW gibt und wie es euch dabei geht. Vor allem würde es mich interessieren, wie es bei sehr langen Fahrten z.B. in den Norden (Norwegen, Dänemark, Schweden usw.) funktioniert, da wir dies in unserer Pension (die noch 4 Jahre auf sich warten lässt) dann vorhaben. In der nächsten Zeit werden es eher typische Kurzurlaube, vorzugsweise nach Deutschland, Italien, Ungarn, Kroatien und natürlich auch immer wieder Österreich werden.
Freu mich auf - hoffentlich - ein paar Gleichgesinnte
Liebe Grüße
Babsi
die Ottakringer
13.05.2026, 11:39
mir wäre das zu blöd, alle 200km (also alle 2h) für mindestens 30min zu warten.
Ich LIEBE Langstreckenfahrten, was bedeutet: nach 600km wird 10min getankt und dann gehts weiter. Außer die beste Ehefrau aller Zeiten muss zwischendurch mal kurz ... Aber das dauert auch nur 5min.
Wir fahren heuer nach (West)Ligurien, da bräuchte bei deinem Fahrtrhythmus glatt 3 Tage. Da ist der halbe Urlaub weg. So fahren wir hin 1,5h und zurück 1 bis 1,5 Tage, ist verkehrsabhängig.
NAch Norwegen wollen wir auch, haben das aber bis zur Pension vertagt, wenn wir uns ein Wohnmobil zulegen werden. Denn mit Anhänger ist das nicht prickelnd: enge Straße und Jedermannsrecht wird auch schwierig, wenn du nicht autark stehen kannst.
ob es hier im Forum noch ein paar E-Auto Fahrer mit WW gibt und wie es euch dabei geht.
Ja mich gibt es, seit 2 Jahren Model Y LR und Trigano Silver Hubdachwohnwagen mit 1300kg.
Weiteste Tagestetappe war Graz Bologna 560km, benötigte 2 Ladestopps gegenüber 1 Tankstopp mit dem Diesel und altem Wohnwagen 3 Jahre zuvor. Fahrzeit 30min länger, also nur der 2 Stopp war zusätzlich. Wir machen da auch gleich eine ruhige Pause mit Jause, da ist die Ladezeit gleich um.
Mit dem Hubdachwohnwagen komme ich theoretisch 300km weit, 250km Etappen fahr ich zB zum Hausstrand bei Venedig, da genügt dann 1 Ladestopp auf halbem Weg.
Dieses Jahr ist eine 3500km Runde Frankreich geplant.
Am schwierigsten ist die Ladesituation in Österreich, in Deutschland und Frankreich gibt es schon viele Ladeplätze speziell für Anhänger.
Bei uns musst dagegen aufpassen dass viele Ladestationen auf Supermärkten nur zu den Öffnungszeiten vom Supermarkt zugänglich sind, bescheuerte Platzwahl.
User die ohne Nachdenken alles verteufeln darfst getrost ignoreren.
Im deutschen Forum gibt es schon einige die elektrisch unterwegs sind.
LG Werner
Also in Skandinavien siehst sehr viele die mit so einem Gespann herumfahren und da denkt sich keiner was. Wird die Zukunft, wahrscheinlich.
die Ottakringer
07.06.2026, 14:32
User die ohne Nachdenken alles verteufeln darfst getrost ignoreren.
Das tut wer?
Wenn du für 560km 2 Ladestopps brauchst, bestätigst du exakt, was mir nicht gefällt an dem Setup: ein Ladestopp alle 200km. Das ist halt ein Fakt, das nicht wegzudiskutieren ist. Wer gerne viele Pausen macht, den mag das nicht stören, aber MIR wäre das zu blöd, denn für 560km brauch ich gar keinen Tankstopp.
Wer das tut? Na die hier in Skandinavien wo ich grad wieder bin. Da sieht man das öfter. Die sind überhaupt ruhiger, auch beim fahren.
die Ottakringer
09.06.2026, 09:56
Wer das tut? Na die hier in Skandinavien wo ich grad wieder bin. Da sieht man das öfter. Die sind überhaupt ruhiger, auch beim fahren.
Die hier in Skandinavien sind also "User die ohne Nachdenken alles verteufeln".
Aha.
Lass ich mal so stehen.
putzibär
09.06.2026, 19:46
In meinen Augen prallen da doch sehr, sehr verschiedene Reisearten aufeinander. Wenn ich das so richtig im Kopf habe (ich selbst habe kein E-Auto), halbiert sich mit dem Wohnwagen die Reichweite grob. Deshalb sind da, glaub ich, Etappen über 180 bis 250 km die Normalität.
Für andere passt genau dieser Rhythmus aber ganz gut. Gerade mit einem Hund, Kindern oder generell etwas mehr Zeit, macht man die Pause doch sowieso, holt sich einen Kaffee oder sonst irgendwas zu trinken, geht kurz raus, isst etwas und fährt dann weiter. Dann fühlt sich ein Ladestopp nicht zwingend wie verlorene Zeit an. Ich persönlich könnte ich mir das für 400 bis 600 km gut vorstellen, aber wenn die Route gut geplant ist. Für 900 km allerdings so oder so eher nicht. Skandinavien würde ich vom Gefühl her weniger kritisch sehen als manche andere Richtung.
In diesen Ländern ist die Mobilität auf diese Art und Weise, und wenn man mit ruhigerem Reisetempo unterwegs ist, nimmt das schon Druck raus. Aber, und auch wenn eine Freundin schon Erfahrungen damit gemacht hat, würde ich damit nicht blind losfahren. Sondern vorher schauen, wo man mit Anhänger halbwegs vernünftig laden kann. Weil das ist in meinen Augen immer ein komplexerer Knackpunkt als die Reichweite. Wenn man jedes Mal abhängen oder quer über mehrere Plätze stehen muss, nervt es schnell.
Lass ich mal so stehen.
Ja bitte. Gute Idee.
die Ottakringer
11.06.2026, 08:52
Ja bitte.
Aber gerne. :cool:
Hallo!
Wie findet ihr die Ladestellen, die auch mit Gespann anfahrbar sind?
Wir sind gerade in Frankreich unterwegs, zwischen Südfrankreich und Bretagne, also durchaus ein paar km. Diese hauptsächlich auf Landstraßen. Mit dem Tandem am Dach werden wir als schwerer LKW ein gestuft, das ist verrückt teuer.
Wir fahren unseren alten Caddy noch zusammen, mit unserem noch älteren Rapido. (Beide dürften gerne, wenn es nach mir geht, noch ewig halten.) Wenn der Caddy nicht mehr kann, steht die Frage, gleich ein elektrisches Auto zu kaufen, im Raum. Deshalb sammle ich ich Informationen, wo ich kann.
Lg!
Softifex
13.06.2026, 14:45
Versucht mal die Elektrotrucker-App. Dort sind sämtliche Ladestationen in Europa eingetragen. Zwar für E-LKW gedacht, aber die meisten Stationen sind auch für PKW geeignet. Nur wenige sind eingezäunt mit Zugangskontrolle wie bei Ionity.
lg Helmut
Danke!
Da werde icb mich schlau machen!
Lg!
Babsi3752
15.06.2026, 12:03
Super, die E-Trucker App hab ich mir schon mal aufs Handy geladen, was mich auch noch interessieren würde, vor allem, weil bei dem Navi im Tesla bei unserer heurigen Ausfahrt es doch ab und zu ein Thema war - hat jetzt nicht explizit mit E-Auto zu tun - aber gibt es einen Routenplaner für Gespannfahrer, da, vor allem bei den letzten KM vor einem CP ja oftmals Städte oder Dörfer durchquert werden müssen, und da ist es heuer ein paar mal passiert, dass wir in echt enge Gassen und Bereiche geführt wurden, die mit WW nicht so lustig sind. Hoffe, dass vielleicht auch dafür ein paar tolle Tipps von euch kommen.
Ganz liebe Grüße
Babsi
Hallo!
Wie findet ihr die Ladestellen, die auch mit Gespann anfahrbar sind?
Fastned hat viele Ladestationen zum durchfahren angeordnet, ENBW hat viele Plätze für Anhänger, und in Frankreich wwrden an vielen Raststationen auch Ladeplätze für Anhänger gebaut. Ansonsten etwa bei Supermärkten haben die Ladestationen auch viel Platz. Einige Campingplätze haben auch Lademöglichkeiten.
Tesla Supercharger sind markiert wenn Anhängertauglich und das Navi sollte bevorzugt diese anfahren wenn man mit Hänger unterwegs ist. Das konnte ich noch nicht selber testen, diese Funktion kam erst letzten Sommer neu dazu.
Mit dem Rapido bist für Elektroauto bestens gerüstet, damit hat man den niedrigsten Verbrauch
von allen Wohnwägen. Die geringe Stirnfläche hat enormen Einfluss, das Gewicht dagegen kaum.
Ich werde diesen Sommer bis fast nach Nantes fahren, aber schon auch Autobahn.
Für Urlaube habe ich die Electroverse Ladekarte, Tarife jetzt nicht die billigsten, aber 1.4 Millionen Ladepunkte falls meine anderen 2 Anbieter nicht funktionieren. Übersicht der Standorte hier https://electroverse.com/de-DE/map
vor allem bei den letzten KM vor einem CP ja oftmals Städte oder Dörfer durchquert werden müssen, und da ist es heuer ein paar mal passiert, dass wir in echt enge Gassen und Bereiche geführt wurden, die mit WW nicht so lustig sind.
Die Ortschaften kann ein Navi auch nicht wegzaubern. Aber ja, kenne das vom vorigen TomTom dass immer sehr kreative Routen vorschlug.
Ich hoffe da immer auf eine sinnvolle Beschilderung, aber oft gibt es keine Alternativen.
Danke für eure Tipps!
Ich hoffe ja, dass unser Caddy noch ein paar Jahre durchhält, mit seinen 14 Jahren ist er ja noch jung....
Aber wenn wir ein neues Auto brauchen, wäre gleich ein elektrisches, wenn wir ein passendes finden, eine gute Lösung!
Lg!
Grüß dich Babsi!
Euer Problem kenne ich mit unserem Garmin auch. Das hat immer wieder sehr kreative Phasen, manchmal lässt sich die Routenführung gar nicht erklären. (Z.B. längere Nebenstraße statt direkter Hauptstraße.)
Ich lasse das Garmin gerne Routen anzeigen, die kann ich mit google maps und Karte gut vergleichen. Misstrauen bei der Routung ist oft auch sinnvoll. Ich muss ja nicht in jede Gasse abbiegen. Oft reicht es, ein kurzes Stückerl weiter zu fahren, und eine breitere Straße tut sich auf.
Die analogen Karten, so out sie immer sein sollen, helfen beim Fahren immer wieder. Bei Ausfall digitaler Trümmer besonders.
Lg!
Freut mich zu lesen das es immer mehr werden die mit E-Auto und Hänger unterwegs sind. Nicht nur Wohnwagen sondern auch ganz normale Anhänger. Wie schon geschrieben habe ich hier in Skandinavien immer wieder Gespanne mit E-Antrieb gesehen die bei der amerikanischen Botschaft (MD) aufgeladen wurden, da die dortigen Ladesäulen teils als Durchfahrtsäulen adaptiert sind. Die Driver haben derweil einen BigMäc gefuttert.
Jetzt kommt in Töreboda die Sonne durch.