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Thema: Wo finden wir den Frühling? In Marokko? Nichts wie hin!

  1. #41
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    5.Bericht

    Nach einer Zwischenübernachtung in Icht sind wir nach Assa gekommen. Eine absolut uninteressante Stadt mit einem großen Militärstützpunkt (wegen der nahen algerischen Grenze). Auf kleinen Nebenstraßen, die in der Karte noch als Piste eingezeichnet sind, aber vor kurzem asphaltiert wurden, sind wir weiter Richtung Westen und Atlantik gefahren.
    Zuerst steht dieses Schild am Straßenrand


    Kurz darauf stehen sie mitten auf der Straße



    Über die kleinen, nicht sehenswerten Orte Aoinet-Torkoz, Tiglite und Aouint Ighoman, erreichten wir schließlich die Hauptstraße N1, auf der wir nach Guelmin fuhren. Nach einem Einkauf in einem großen Marjane Supermarkt sind wir in Sidi Ifni, am Atlantik, angekommen. Leider war auch bei dieser Fahrt keine klare Sicht, da die Luft noch voller Sand war.
    Der Blick von unserem freien Stellplatz in der Nähe von Assa. Das Getreide hatte schon eine beachtliche Höhe und Farbe.


    Wenn man den Tee nicht ausdrücklich ohne Zucker bestellt, sind diese 2 Ziegeln Zucker in der Kanne bereits versenkt!



    Das ist der winzige Fischereihafen von Sidi Boulfdail am Atlantik, ca. 40 km nördlich von Sidi Ifni. Winzige Fischerboote, eine kleine Fischversteigerungshalle und hübsche Fischbilder an den Hauswänden. Ein idyllischer Ort.




    Eine der unangenehmen Erscheinungen des Massentourismus! Überall schießen Vermietstationen von Quads und Motocrossmaschinen aus dem Boden. Stinkend und laut düsen sie über Strände am Atlantik und in den Dünen der Sahara herum.


    In der kargen, steinigen Landschaft, haben inzwischen einige Pflanzen, so wie dieser Busch, zu blühen begonnen.



    Über Tiznit sind wir nach Tafraoute gefahren. Bekannt ist die auf ca. 1.000 Meter Seehöhe liegende Oase vor allem wegen ihrer bunt bemalten Felsen. Diese wurden 1984 vom belgischen Künstler Jean Verame in den Farben rot, blau, schwarz und violett bemalt. Natürlich wurden die Farben seither schon einige Male nachgepinselt.





    Auch die nicht bemalten Felsen in dieser bergigen Landschaft sind recht imposant und fotogen.





    Der abendliche Ausblick von unserem SP in Tafraoute auf die umliegenden Berge.


    Eine Berberskulptur in Tafraoute.



    Eine alte, verfallene Festungsanlage am weiteren Weg nach Taroudant und ein schönes, altes Tor zu einem Ksar.



    Wir sind in der Nähe von Taroudant wieder auf den CP einer Orangenfarm gefahren, den wir bereits von früheren Besuchen kannten. Die hübsche marokkanische Frau des französischen Farmers bereitete uns – wieder einmal – die beste Tajine von Marokko zu. Leider haben wir vergessen, die Tajine zu fotografieren und haben uns sofort mit großem Appetit über selbige hergemacht.

    Solche Orangen haben wir noch nie gesehen. Klein, oval, leicht zu schälen, sehr saftig und ein intensiver Orangengeschmack zeichnen diese Früchte aus. Einfach köstlich!!!!


    Die „Kaktusblüte“ kannten wir bisher nur als Film mit Goldie Hawn, Ingrid Bergman und Walter Matthau.


    Fast alle Orangenbäume blühten auf der Farm und verströmten einen „ohrenbetäubenden“ Duft.



    Die riesige Blüte einer Agave und ein uns unbekannter Baum mit Früchten, die wie rote Pfefferkörner aussahen.



    Als nächstes haben wir dann Agadir angesteuert, wo wir als erstes eine WOMO Werkstätte gesucht und gefunden haben und wenigstens einen der gebrochenen Seitz Fensterriegel ersetzen konnten ( siehe eigener Bericht in „Fahrzeug & Technik). Außerdem konnten wir hier im Atacadao Supermarkt unter einem großen Angebot an einheimischen Weinen, speziell aus der Region Meknes, einige Flaschen zum Mitnehmen auswählen.

    In Essaouira angekommen, haben wir einige Veränderungen im Vergleich zu unserem letzten Besuch festgestellt. Die Strandpromenade wurde komplett neu gestaltet, der Fischereihafen ist ausgebaut und modernisiert worden und es sind viel mehr Touristen hier. Leider!!!!

    Der bekannte Blick zur alten spanischen Festung, zur Stadt und in den Hafen.




    Eine kleine Gasse in der Altstadt, ein schönes, altes Haustor und ein Stilleben.




    Noch etwas zum Thema Arganöl:
    Dieses wird besonders im Gebiet von Essaouira sowohl von Straßenverkäufern entlang der Hauptstraße, als auch in der Stadt in vielen Geschäften angeboten. Wie wir von Einheimischen erfahren haben, sollte man keinesfalls Arganöl am Straßenrand kaufen, weil dort das Öl dem Tageslicht (abgefüllt ist es in transparenten Plastikflaschen) und der Wärme ausgesetzt ist. Arganöl soll immer kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden!
    Die Geschäfte in Essaouira verlangen unverschämt hohe, durch nichts gerechtfertigte Preise von bis zu € 100.- für den Liter Arganö!!!. Wir haben viele Arganöle probiert, Preise erfragt und sind wieder etliche Kilometer zurück gefahren, da uns das erste verkostete Öl am meisten zugesagt hat und preislich sehr, sehr günstig war.

    Falls jemand an gutem Arganöl Interesse hat: La Maison d´Argan Targante in Tamanar, GPS N30°59´53,1´´ W09°40´55,8´´

    Als nächstes werden wir Marrakesch ansteuern, unsere erste Gasflasche will gefüllt werden und wir wollen – wieder einmal – Andree Hellers Anima Garden im Ourika Tal besuchen.

    Liebe Grüße
    Gerhard und Hanna
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  2. #42
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    Schöner Bericht, danke!

    Ob ich jemals auch dort hin komme? Am Wollen liegt es sicher nicht!

    lg!
    georgf.

  3. #43
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    dem schönen Mühlviertel, wohne aber in Wien 14
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    Liebe Hanna und Gerhard,
    und wieder gaaanz tolle Bilder und auch die infos dazu - seeehr interessant. All das macht gusto auf Marokko, den ich im Kopf schon einige Jahre mittrage, na ja, schau ma mal, obs dann doch einmal was wird.
    Weiterhin eine schöne Reise - nicht nur in der Hoffnung auf tolle Bilder ;-)
    Lg
    liebe Grüße
    Wolfgang
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  4. #44
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    Schöner Bericht wieder; wie immer!

    Der Tee wäre ja sehr süß geworden
    servus,
    Bertl

    www.urlaubsdoku.at
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  5. #45
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    Sehr spannender Reisebericht und tolle Fotos!
    Eine Frage dazu: wie habt ihr die CP und SP gefunden?

    LG
    loup
    Die Sprossen des Hamsterrads sehen nur von innen wie eine Karriereleiter aus.

  6. #46
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    Hallo Loup!

    Eine der besten Infos ist der "Campingführer Marokko-Mauretanien" und auch das "Reisehandbuch" von Edith Kohlbach. Siehe http://www.edith-kohlbach.de/
    Alle Angaben in beiden Büchern sind mit GPS Koordinaten versehen. Bei Garmin gibt es eine Marokko Erweiterung auf SD Card die in das Gerät gesteckt wird. Im Campingführer sind auch einige Gasabfüllstationen angegeben, wo du unsere Gasflaschen problemlos füllen lassen kannst.

    Eine weitere Quelle für uns ist: http://meinwomo.net/
    Liebe Grüße
    Gerhard und Hanna
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  7. #47
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    danke fuer den bericht. wir sind im sueden kretas und geniessen den fruehsommer

    lg b+p+h
    Hier wird Diesel noch mit Liebe verbrannt... ツ
    #DarkDogOnTour

  8. #48
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    Danke!

    Super Bericht, immer wieder noch besser!

    Neid frisst Bildschirm....

    Sitze in KLU bei 18°
    lg Ferdl

    Aktualisiert am 05.03.2018
    Marktplatz
    NEU:
    http://www.ferdls-seite.at/markt/stauraumklappe.html

  9. #49
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    Zitat Zitat von Spittelberg Beitrag anzeigen
    Eine der besten Infos ist der "Campingführer Marokko-Mauretanien" und auch das "Reisehandbuch" von Edith Kohlbach. Siehe http://www.edith-kohlbach.de/
    Alle Angaben in beiden Büchern sind mit GPS Koordinaten versehen. Bei Garmin gibt es eine Marokko Erweiterung auf SD Card die in das Gerät gesteckt wird. Im Campingführer sind auch einige Gasabfüllstationen angegeben, wo du unsere Gasflaschen problemlos füllen lassen kannst.

    Eine weitere Quelle für uns ist: http://meinwomo.net/
    Vielen lieben Dank für die Info!
    Und weiterhin eine schöne Reise!

    LG
    loup
    Die Sprossen des Hamsterrads sehen nur von innen wie eine Karriereleiter aus.

  10. #50
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    Hallo Ihr Beiden!

    Danke für die wunderbaren Bilder und Eure Schilderungen, welche meine Motorradreise nach Marokko vor ca. 35 Jahren wieder in Erinnerung ruft.
    Weiterhin Gute Fahrt !

    LG
    Manfred
    unterwegs mit SoLaika -

  11. #51
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    6.Bericht

    In Marrakesch angekommen, mußten wir leider feststellen, daß Massen von Touristen die Stadt in Besitz genommen hatten. Da leider auch das Wetter eher grau in grau und regnerisch war, verzichteten wir auf eine Stadtbesichtigung und auch auf den Besuch von Andree Hellers Anima Garden, da wir beides schon bei schönstem Sonnenschein erlebt und auch viele Fotos geschossen hatten.
    Aus diesem Grund überquerten wir den Hohen Atlas über den Tizi–n–Tichka Paß und sind kurz danach auf eine Nebenstraße abgebogen. Nahe von einigen 3.000-ern sind wir durch ein abgelegenes, wunderschönes Tal und die kleinen Orte Telouet, Anemiter und Ait Ben Haddou nach Quarzazate gefahren.

    Der Hohen Atlas, kleine Bergdörfer, sowie außergewöhnliche Felsformationen.




    Ein Blick von Quarzazate auf den verschneiten Hohen Atlas.


    Über Tazzarine und Alnif fuhren wir auf der N12 Richtung Rissani, sind aber ca. 55 km vorher Richtung Süden abgebogen und über Fezzou nach Tafraout Sidi Ali, nahe der algerischen Grenze gefahren. Diese schmale Nebenstraße ist erst vor kurzer Zeit asphaltiert worden und aus diesem Grund sind hier noch keine Touristen anzutreffen. Die kleinen Orte sind hier noch sehr ursprünglich, bestehen zum größten Teil noch aus den alten Lehmhäusern im Saharastil und sind noch nicht durch unschöne Neubauten „verschandelt“.



    Ein uriges, gemütliches Lokal an der Strecke verlockt zu einer Pause mit Pfefferminztee.


    Immer wieder findet man entlang des Weges alte Marabouts, das sind Grabstätten von hohen islamischen Würdenträgern.



    In weiterer Folge kamen wir dann nach Merzouga und zu den großen, berühmten Sanddünen von Erg Chebbi.


    Diese Bilder sieht man hier leider immer seltener.


    Statt der Kamele trifft man auch hier leider immer mehr Quads, Buggys und Moto Cross Maschinen an, die mit erheblicher Lärm- und Abgasentwicklung über die Dünen kurven. Der Lärm ist auf den unmittelbar an den Dünen liegenden CP extrem störend. Dabei ist das Befahren der Dünen schon seit 2005 verboten, aber kein Mensch kümmert sich darum, schon gar nicht die Polizei! Warum wohl???
    Dazu noch einige preisliche Infos:
    Miete Quad: € 40.-/Std Miete Buggy: € 60.-/Std Kamelausritt: € 12.-/2,5Std
    Eine Nacht in der Wüste mit Kamel ab dem Nachmittag mit Abendessen, Nächtigung im Berberzelt, Frühstück, zurück im Laufe des Vormittags kostet €60.-
    Kamelsteuer: €35.-/Jahr Quad- und Buggysteuer: € 0,00/Jahr
    Trotz der großen Preisunterschiede sind Quads und Buggys weit mehr gefragt als Kameltouren.

    Über Er-Rachidia, durch das Ziz Tal und die kleine Stadt Rich ging es weiter Richtung Imilchil im Hohen Atlas.


    In der Nähe von Imilchil haben wir auf 2.400 m Seehöhe bei sehr grimmigen Temperaturen (leichte Minusgrade) genächtigt. Die Heizung hat uns aber warm gehalten. Hier waren an den Pflanzen und Bäumen die ersten zarten Triebe zu sehen, von Blumen- oder Blütenknospen war noch keine Rede.


    Der Waschtag findet hier noch so statt, wie seit ewigen Zeiten.

    Auch die Häuser werden hier noch auf die traditionelle Weise aus Lehm gebaut.

    Wir wollen feststellen: Wir waren es nicht!

    Und auch das waren wir nicht!

    Der direkte Weg von Imilchil nach Midelt war leider in so miserablen Zustand, daß wir nach kurzer Fahrt kehrt machen mußten und unser Ziel nur über einen großen Umweg erreichten.

    Die Straße war sehr oft weggebrochen und die Umleitung bestand nur aus einer schnell angelegten, provisorischen Piste, die bestenfalls für Allrad KFZ befahrbar war. Für ein WOMO war sie nicht geeignet!!!!



    Am Weg nach Midelt sind uns unzählige Bienenstöcke zwischen den hier in den Bergen üppig wuchernden Rosmarinstauden aufgefallen. Kurz darauf wurde von den Imkern der Rosmarinhonig an der Straße zum Kauf angeboten. Wir haben diesen probiert und festgestellt, daß es ein phantastisch guter Honig ist. Angeboten und verkauft wurde er in 1 Liter Limonaden- und Colaflaschen!!! Wir haben diesen Honig sehr günstig gekauft. Die Hälfte des dickflüssigen Honigs in dieser Colaflasche haben wir bereits mühsam in ein Glas umgefüllt.


    Von Midelt aus ging es dann nordwärts über Missour und die Hochebene Plateau de Rekkam nach Guercif und weiter nach Taza.
    Unterwegs sind wir auf diese verfallene Geisterstadt gestoßen. Der Ort wurde offenbar schon vor längerer Zeit verlassen und das ist alles was heute noch davon übrig geblieben ist.



    Diese Felsformation erinnerte uns an einen ähnlichen Felsen in den Bardenas Reales in Spanien.
    Plateau de Rekkam, Marokko

    Bardenas Reales, Spanien


    Eine Frühlingswiese im Tazzeka Nationalpark

    Eine marokkanische „Wasserpalme“


    Schön langsam werden wir jetzt den Rückweg antreten und wieder Richtung Europa fahren.

    Liebe Grüße
    Gerhard und Hanna
    unterwegs mit Adria Twin SL

  12. #52
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    Hallo Hanna und Gerhard,

    danke für die traumhaften Aufnahmen und der tollen Beschreibung Eurer Reise.

    lg
    Dagmar & Fritz

  13. #53
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    Zitat Zitat von Spittelberg Beitrag anzeigen
    Hallo Loup!

    Eine der besten Infos ist der "Campingführer Marokko-Mauretanien" und auch das "Reisehandbuch" von Edith Kohlbach. Siehe http://schachspielkaufen.de/
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    Sehr, sehr gut.. danke für den Tipp!

  14. #54
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    wieder mal Wahnsinnsfotos und super Erzählungen!

    Die Berglandschaften sind dort ja sehr schön!

    Weiterhin gute Fahrt und schöne Rückreise!
    servus,
    Bertl

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  15. #55
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    Servus Hanna und Gerhard,
    wie schon zuvor auch diesmal wieder super Fotos und sehr interessante und informative Begleittexte.
    ich schau auch immer ein bissl eure Route mit, sehr spannend!
    schade, dass Marrakesch so überlaufen war, aber da ihr die Stadt ja schon besucht habt auch verständlich, dass ihr dem großen Andrang ausgewichen seid.
    Weiterhin eine schöne, problemlose und gute Weiterfahrt
    lg
    liebe Grüße
    Wolfgang
    Wien 14

  16. #56
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    Hallo Hanna und Gerhard,

    wieder beeindruckend und toll berichet! einfach super !!!
    wünsche euch eine gute Heimreise in den heimatlichen Sommer!

    Gute Fahrt und liebe Grüße !

    petman
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  17. #57
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    7.Bericht

    Fes haben wir wegen Schlechtwetter nicht besucht (wir kennen die Stadt bereits von früheren Besuchen) und sind gleich nach Meknes weiter gefahren.
    In Meknes, am Rande der Stadtmauer, kamen wir zufällig bei einem Turnier vorbei, bei dem von Berbern tolle Reiterspiele vorgeführt wurden. Mit vollem Tempo kamen die Reiter – alle gekleidet in farbenprächtige Gewänder – in einer Linie angaloppiert und feuerten gleichzeitig mit ihren uralten Gewehren in die Luft. Die Pferde waren an diesen Krach offenbar gewöhnt, sie rührten kein „Ohrwaschel“.

    Auf jeden Fall war diese Veranstaltung wesentlich interessanter als das Nomadenfestival in M´Hamid am Rande der Sahara, das wir am Anfang unserer Marokkoreise besuchten.






    Auch diese jungen Frauen haben ihre schönsten Gewänder angelegt.


    Zuerst mußte ich mich für’s Turnier schmücken lassen, dann mußte ich „kämpfen“!! Jetzt habe ich wieder Freizeit und kann machen was ICH will: Also her mit den „Mädels“!!


    Auf unserem CP bei Meknes: Ein allein reisender Franzose mit Stil. Zuerst hat er gekocht, dann fein säuberlich den Tisch gedeckt und sich selbst das Abendessen serviert. Seinen Wein hatte er in einer schönen Metallflasche vor neugierigen Blicken geschützt, auch das Weinglas war aus Edelstahl.


    Ein riesiger, komfortabler Wohnwagen-Sattelauflieger mit insgesamt 4 (!!!) Slide Outs, gezogen von einem amerikanischen Pickup. Gesehen auf einem CP in der Nähe von Agadir.


    Ein schönes, geländegängiges WOMO auf Basis eines Unimog mit einem nicht alltäglichen Slide Up und 6 aufstellbare Solar Paneele.


    Auf der Rückfahrt haben wir wieder in Chefchaouen einen Zwischenstopp eingelegt. Dieses Mal hatten wir zum Glück Sonnenschein. Einige Fotos konnte sich Hanna auch dieses Mal nicht verkneifen. Hier findet man bei jedem Besuch neue Motive.



    Auch Tetouan haben wir auf der Rückfahrt nach Tanger-Med wieder besucht.


    Der Souk in der alten Medina von Tetouan ist immer wieder sehenswert und urig.


    Jede legt noch schnell ein Ei und dann kommt der Tod herbei (so schrieb schon Wilhelm Busch).

    Zum Frischhalten von Orangen werden diese angestochen und im kalten Wasser gekühlt, damit sie saftig bleiben, bzw. werden. Da man nicht weiß, welche Qualität dieses Wasser hat, muß man nach dem Genuß so einer Orange unter Umständen mit Montezumas Rache rechnen.



    Der Biß stimmt, die Zähne sind in Ordnung. Frische Fische findet man auf fast allen Märkten in Marokko.


    Am 4.5.2018 haben wir dann – ca.10 Tage früher als geplant – von Tanger Med nach Algeciras übergesetzt. Der Grund war, daß uns einige ungute Angewohnheiten der Marokkaner mehr als nur auf die Nerven gegangen sind. Zum Beispiel das extrem aggressive Betteln der Kinder. Das war bei unseren früheren Aufenthalten in Marokko bei weitem nicht so schlimm. Im Hohen Atlas.- in der Gegend um Imilchil – sind auch des öfteren Steine von den Kindern geworfen worden, wenn sie keine Süßigkeiten, Geld etc. bekommen haben. Eine deutsche Touristin wurde beim Radfahren von einem geworfenen Stein am Fuß getroffen und verletzt.

    Eine Gruppe von 4x4 Fahrern aus Gibraltar wurde ebenfalls mit Steinen beworfen. Bei einem der Fahrzeuge wurde die Heckscheibe zertrümmert. Ich habe dem Fahrer dann mit meinem Panzerklebeband ausgeholfen, damit er mit einer Plastikfolie das Fenster notdürftig ersetzen konnte. Er war sehr happy darüber! Besser als ganz ohne irgendetwas fahren.

    Ein weiteres Beispiel, ebenfalls bei Imilchil: Ein Mitarbeiter in unserem Quartier in Agoudal, den wir bereits von einem früheren Aufenthalt in negativer Erinnerung hatten, hat am Morgen, ohne vorher anzuklopfen, einfach die WOMO-Schiebetür geöffnet, seinen Kopf hereingesteckt und neugierig das Innere unseres WOMO‘s „gescannt“. Nachdem er unsere Bierdose am Ablagebord gesehen hat (wir verwenden das Modell „Puntigamer“ als Wasserwaagenersatz) hat er sofort gefragt: „Do you have Beer or Whisky for me?“ Auf unseren Einwand, er als Moslem darf ja keinen Alkohol trinken meinte er nur, daß er kein Moslem sei. Wir konnten uns allerdings noch gut daran erinnern, daß er bei unserem letzten Besuch auf einem Gebetsteppich kniete und betete. Für Alkohol wird sogar die eigene Religion verleugnet! Er hat, so wie alle anderen Alkoholbettler, natürlich nichts bekommen.

    Der Blick von der Tür in das Innere unseres WOMO‘s und auf die Bierdose am Ablagebord.


    Er war leider kein Einzelfall. Wir wurden sehr oft penetrant nach Alkohol gefragt, meist von Mitarbeitern der Campingplätze. Das war schon mehr als lästig. Wir haben auch stockbesoffene Autofahrer angetroffen, was die ohnehin schon grenzwertige und gefährliche Fahrweise der Marokkaner (Geisterfahrer!!!!) nicht gerade verbesserte.

    Die Bettelei der Kinder war in Marokko schon fast komplett „ausgerottet“ (die Bemühungen der Regierung und des Königshauses haben viel genützt), aber leider hat diese Unsitte seit unserem letzten Marokkobesuch mit dem nunmehr einsetzenden Massentourismus und den billigen Fly & Drive-Angeboten wieder sehr stark zugenommen und uns den Aufenthalt total vermiest. Daß etliche Marokkaner ein Alkoholproblem haben, war kein Geheimnis, aber das Betteln der Jugendlichen und Erwachsenen nach Alkohol gab es früher nie.

    Zur Ehrenrettung der Händler und Geschäftsleute, egal an welchem Ort, muß man erwähnen, daß diese in keinster Weise aufdringlich oder penetrant zum Besuch ihres Ladens oder zu einem Einkauf gedrängt haben.

    Wir werden nunmehr durch Andalusien nach Portugal und weiter über Nordspanien und die Picos de l´ Europe Richtung französische Atlantikküste weiter fahren.

    Liebe Grüße
    Gerhard und Hanna
    unterwegs mit Adria Twin SL

  18. #58
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    Servus Hanna und Gerhard,
    wie bisher auch schon ganz tolle bilder.
    auch eure beschreibungen sind wie immer sehr interessant, schade auch für die negativen erfahrungen.
    eine schöne weiterreise in "buena vieja europa"
    lg
    liebe Grüße
    Wolfgang
    Wien 14

  19. #59
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    8.Bericht

    Bevor wir mit einem weiteren Reisebericht fortsetzen, wollen wir noch ein paar Gesichter Marokkos zeigen.




    In den diversen Souks, Märkten und Cafes sind immer wieder interessante Personen mit markanten Gesichtern zu beobachten.




    Viele, vor allem ältere Marokkaner, genießen es, irgendwo stundenlang zu sitzen – oft in einem Teehaus – ihren Pfefferminztee zu schlürfen und das Geschehen auf der Straße zu beobachten.




    Er hat mit seinem uralten Schießprügel tapfer bei den Reiterspielen in Meknes „gekämpft“ und viel „Blei“ mit seinem Museumsmodell verschossen.


    Im nächsten Bericht geht es weiter mit Spanien und Portugal.
    Liebe Grüße
    Gerhard und Hanna
    unterwegs mit Adria Twin SL

  20. #60
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    Servus Hanna und Gerhard,
    Ganz tolle Bilder. menschen sind immer wieder das spannendste und meist auch aussagekräftigste motiv.
    top top top
    lg
    liebe Grüße
    Wolfgang
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